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01.02.2018 11:28 Alter: 237 days
Kategorie: Material

neue Regelungen des Datenschutzes

ab 28.05.2018 gelten neue Regelungen des Datenschutzes, die an einigen Stellen auch unsere Arbeit betreffen. Wir geben deshalb diese Information des LJRT weiter.


Zum 28.05.2018 treten die "Datenschutz-Grundverordnung" (DS-GVO) und das neue "Bundesdatenschutzgesetz" (BDSG) in Kraft, die Anpassungen zur bisherigen Praxis zur Folge haben werden. 

Wir werden – gemeinsam mit den anderen Landesjugendringen – das Thema intensiv bearbeiten; hierzu bin ich auch mit dem TMBJS im Gespräch. 

Für den Einstieg ins Thema erfolgt hiermit eine erste Information.  

Ist das Thema wirklich relevant für uns?

Wann immer personenbezogene Daten gesammelt und verarbeitet werden, müssen die Vorschriften der Datenschutzverordnungen beachtet werden. Für die meisten Vereine werden das zum Beispiel Daten von Mitgliedern, Teamer*innen und Teilnehmer*innen an Angeboten sein. Ob diese digital oder auf Papier erfasst werden, spielt für die Regelungen keine Rolle.

Müssen wir tätig werden?

Pauschal lässt sich sagen, dass es sinnvoll ist, den Umgang mit personenbezogenen Daten im Verband/Verein intensiv unter die Lupe zu nehmen (nehmen zu lassen) und ggf. den neuen Regelungen anzupassen. Es muss sichergestellt werden, dass die Grundsätze der Verarbeitung personenbezogener Daten erreicht werden:

  • Transparenz (Betroffene sollen in die Lage versetzt werden, die Datenerhebung, -verarbeitung bzw. -nutzung zu prüfen.)
  • Zweckbindung (Daten sind nur für den Zweck zu verarbeiten, für den sie erhoben worden sind. Der Zweck der Verarbeitung muss vorher festgelegt sein.)
  • Datenminimierung (Zweck der Verarbeitung auf notwendige Maß beschränken)
  • Richtigkeit (Daten, die im Hinblick auf die Zwecke ihrer Verarbeitung unrichtig sind, sind unverzüglich zu löschen oder zu berichtigen.)
  • Speicherbegrenzung (Personenbezogene Daten dürfen nur in einer Form gespeichert werden, die die Identifizierung der Person nur solange ermöglicht, wie es für die Zwecke der Verarbeitung erforderlich ist.)
  • Vertraulichkeit (Gewährleistung angemessener Sicherheit der personenbezogenen Daten; Schutz vor unbefugter und unrechtmäßiger Verarbeitung und vor unbeabsichtigtem Verlust, unbeabsichtigter Zerstörung oder Schädigung der personenbezogenen Daten durch Festlegung geeigneter technischer und organisatorischer Maßnahmen)

Laut EU-DSGVO muss auch jeder Verein/Verband einen Nachweis über die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen erbringen können (Rechenschaftspflicht). Diese Regelung ist neu. Wer bisher die Grundzüge der Datenverarbeitung im eigenen Verband/Verein noch nicht schriftlich festgehalten hat, sollte dringend tätig werden. Eine Datenschutzregelung für den Verein/Verband kann, sofern die Satzung nichts anderes aussagt, vom Vorstand oder der Mitgliederversammlung beschlossen werden.

Was hat es mit Datenschutzbeauftragten auf sich?

Ein*e Datenschutzbeauftragte*r wird dann nötig, wenn mehr als zehn Personen (egal ob ehrenamtlich oder hauptamtlich) personenbezogene Daten verarbeiten und diese Daten nutzen. Das war bisher schon geltendes Recht und ändert sich nicht.

Wer ist für den Datenschutz verantwortlich?

Die Datenschutz-Verantwortung liegt immer beim Vorstand.


Derzeit werden an vielen Stellen zur Zeit Checklisten und Handlungsleitfäden erarbeitet. Sofern hier konkreteres vorliegt leiten wir dieses weiter. Darüber hinaus beabsichtigt der LJRT eine Fortbildung zu diesem Thema. Auch dazu laden wir rechtzeitig ein.


Zur weiteren Vertiefung geben wir hier einige Linktipps zum Einlesen weiter:

FAQ “Datenschutz im Verein” des Bundesverbands der Vereine und des Ehrenamtes e.V.
https://bundesverband.bvve.de/datenschutz-im-verein/

Vereinsknowhow – Kurzinfo “Datenschutz im Verein und die neue Datenschutz-Grundverordnung
http://www.vereinsknowhow.de/kurzinfos/datenschutz.htm

Infos zum Datenschutz im Verein: https://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de/datenschutz-im-verein