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18.01.2009 19:17 Alter: 9 yrs

1989-2009 | Gesegnete Unruhe – Eine Kampagne der EKM

Ende April wird die Kampagne "1989-2009 | Gesegnete Unruhe" anlässlich der "20 Jahre friedliche Revolution" gestartet.


1989-2009 | Gesegnete Unruhe – Eine Kampagne der EKM

> mehr auf den EKM-Webseiten   > Interview mit Landesbischof Kähler

Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) startet regelmäßig Kampagnen, mit denen sie über den eigenen Tellerrand hinaus alle Menschen in Mitteldeutschland anspricht.
http://www.ekmd.de/aktuellpresse/projekteaktionen/16091.html

Ein Interview mit Ralf-Uwe Beck, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im EKM-Kirchenamt

Herr Beck, 2007 war Elisabethjahr. 2008 gab es in der EKM das Themenjahr zum Rechtsextremismus. 2009 nun eine Kampagne zu "20 Jahre friedliche Revolution"?

 
Beck: Wir erinnern uns an den Herbst 1989 - und wir erinnern uns gern. Es ist die Erfahrung, unser Selbstbewusstsein als Bürgerinnen und Bürger zu entdecken, aufrecht zu gehen, uns einzumischen. Das ist auch eine Glaubenserfahrung. Mit der Kampagne wollen wir anregen, von den Erinnerungen aus (heilsame) Unruhe zu stiften und zu ermutigen: Runter vom Sofa und Einmischen in die Brennpunkte unserer Tage. Es gilt, die Gestaltungs- und Veränderungskraft neu zu wecken. Reine Nostalgie wird uns nicht weiterbringen.

 

Was erwarten Sie von den Gemeinden?
Beck: ... dass wir von Veranstaltungen erfahren, die schon geplant sind. Inhaltlich gesehen sollten wir gemeinsam dieses Erinnerungsjahr nutzen und die Brennpunkte in dem Dreieck von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung aufnehmen und nicht nur mit spitzen Fingern anfassen.

Dann dürfen wir gespannt sein auf die Höhepunkte...
Beck: Die wird es geben. Die Kampagne wird Ende April starten und bis Weihnachten gehen. Einer der Höhepunkte wird der Mitteldeutsche Kirchentag in Weimar sein, eingebettet in ein Begegnungswochenende. Wir regen an, dass die Kirchengemeinden ihre (ehemaligen) Partnergemeinden in den westlichen Landeskirchen für das Wochenende vom 18. bis 20. September 2009 hierher einladen. Freitag und Samstag könnten die Gemeinden zu Hause sein und sich am Sonntag aufmachen zum Kirchentag - dem großen evangelischen Fest. Also, wer auch immer das liest: Bitte dieses Wochenende im Kalender eintragen und die Partnergemeinden einladen!

Von den Kirchen aus ging es im ’89er Herbst hinaus auf die Straßen und Plätze. Wird das in der Kampagne eine Rolle spielen?
Beck: Wir werden den Gemeinden vorschlagen, an allen Montagen im Oktober dieses Jahres zu Friedensgebeten einzuladen. Wenn sich viele Gemeinden anschließen und zur selben Zeit die Glocken zum Gebet läuten und die Kirchentüren weit offen stehen, dann könnten wir EKM-weit mit Großflächenwerbung zu den Montagsgebeten ganz pauschal einladen. Auch dabei kann es nicht nur um Erinnerung gehen. Es sollen Gebete wider die Resignation sein.

1989-2009 | Gesegnete Unruhe -- Eine Kampagne der EKM
Ich sehe schon die Kerzen auf dem Titelbild von EKM intern...
Beck: Na hoffentlich. Wir sind damals mit den letzten Haushaltskerzen zu den ersten Montagsgebeten gegangen. Die Kerzen werden deshalb auch zentrales Motiv bei der Gestaltung des Materials sein. Wo auch immer wir in diesem Jahr ein Bündel weißer Haushaltskerzen auf dunklem Grund sehen, wird die EKM einen Akzent setzen - für die Menschen in Mitteldeutschland.

Das Gespräch führte Dietlind Steinhöfel, Redakteurin EKM intern