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04.11.2010 11:08 Alter: 7 yrs
Kategorie: Armut

DBJR-Vollversammlung kritisiert Hartz-IV-Vorschläge der Regierung

Die Vollversammlung des Deutschen Bundesjugendrings kritisiert die Entscheidung der Regierungsparteien zu den neuen Regelsätzen für Kinder und Jugendliche.


Das Parlament debattierte am Freitag ein entsprechendes Gesetz. Die parallel zum Parlament in Berlin tagenden Vertreterinnen und Vertreter der mehr als 5,5 Millionen verbandlich engagierten Jugendlichen in Deutschland machten deutlich: Kinder verdienen mehr – gerecht geht anders.

Das Bundesverfassungsgericht hatte im Februar 2010 in seinem Urteil deutlich gemacht, dass Kinder und Jugendliche einen höheren und andersartigen Bedarf als Erwachsene bei den Sozialleistungen haben. Der DBJR fordert deswegen: Es sind künftig Regelsätze für Kinder und Jugendliche zu ermitteln, die am tatsächlichen Bedarf orientiert sind und nicht aus einer prozentualen Verringerung der Regelsätze für Erwachsene ermittelt werden.

Die von der Regierung ins Spiel gebrachten zusätzlichen Leistungen im Bildungsbereich für Kinder und Jugendliche können aus Sicht des DBJR einen deutlich höheren Regelsatz nicht ersetzen. Gleichwohl müsse sich das Bildungssystem verändern, sich stärker der individuellen Förderung junger Menschen widmen. Der DBJR fordert deswegen auch einen massiven Ausbau der Bildungsinfrastruktur. Dazu gehört die Vinanzielle Ausstattung der Kommunen zur Bereitstellung vielfältiger sozialer und kultureller Einrichtungen als Teil einer zukunftsorientierten Sozialpolitik.

Der Beschluss ist auf www.dbjr.de zu finden.

Daten und Fakten:
Der Deutsche Bundesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände und Landesjugendringe in Deutschland. Er vertritt die Interessen von mehr als 5,5 Millionen Kindern und Jugendlichen, die sich selbstbestimmt engagieren.
Infos unter www.dbjr.de | www.twitter.com/DBJR_