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06.11.2010 16:10 Alter: 7 yrs

26. Mitgliederversammlung des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V.

Gernot Quasebarth zum stellvertretenden Vorsitzenden wiedergewählt


Der neugewählte Vorstand (vlnr): Vorsitzender Rolf Hanselmann (Parität), Olaf Schütte (FJP Media), Wieland Kunze (DRK), Stellvertretender Vorsitzender Gernot Quasebarth (bejm), Tom Bruchholz (Awo), und (nicht im Bild) Detlev Zinke (IB).

Auf der 26. Mitgliederversammlung des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. wurde am 06.11.2010 turnusgemäß der Vorstand neu gewählt. Gernot Quasebarth, jugendpolitischer Referent des bejm im Land Sachsen-Anhalt und Mitarbeiter im Kinder- und Jugendpfarramt der EKM wurde erneut einstimmig zum stellvertretenden Vorsitzenden bestimmt. Er will sich insbesondere für eine bessere Zusammenarbeit mit dem Landesjugendamt und dem Sozialministerium in Sachsen-Anhalt einsetzen. Mit ihm werden Rolf Hanselmann als Vorsitzender sowie Wieland Kunze, Olaf Schütte, Tom Bruchholz und Detlev Zinke im Vorstand arbeiten.

In der Diskussion mit den Spitzenkandidaten bzw. deren Vertretern für die Landtagswahl im März nächsten Jahres kamen dann auch die Probleme sehr deutlich zur Sprache: die ungenügende Umsetzung des Fachkräfteprogramms, die insbesondere der Jugendarbeit vor Ort hauptamtliches Personal ermöglichen soll, der aufreibende bürokratische Aufwand mit dem Landesjugendamt und die Planungsunsicherheit an jedem Jahresanfang.

Die Politikerrunde mit den Vertreterinnen aus den Parteien Jürgen Scharf (CDU), Petra Grimm-Benne (SPD), Wulf Gallert (Die Linke), Lydia Hüskens (FDP) und Claudia Dalbert (Bündnis 90 / Die Grünen) war sich erstaunlich einig bei der Bewertung der Verwaltung. Die Verbände hatten für die Missstände klare Worte gefunden. Hier wurde Handlungsbedarf erkannt. Alle versprachen sich dafür einzusetzen, dass endlich mehrjährige Fördervereinbarungen abgeschlossen werden.

Außerdem ging es um die Frage, wie und ob das Land steuernd in den Bereich der Kinder- und Jugendarbeit in den Landkreisen und Kommunen eingreifen soll. Einerseits wollten die meisten die örtliche Ebene stärken, anderseits, gibt es das Problem, dass die örtliche Ebene aus unterschiedlichen Gründen diesen Bereich vernachlässigt. Die SPD überlegt wieder eine Gegenfinanzierung der Jugendpauschale einzuführen.

Eine Lösung und ein Problembewusstsein auf Seiten der Parteien, war leider wenig zu erkennen.

Am Anfang bildete das Thema SCHULE den Schwerpunkt - ohne das es durch die Moderation eingeführt wurden war. Dies zeigt, dass die Politiker die Jugendarbeit eher mit Schule in Verbindung bringen und sie nicht als eine eigenständige Säule betrachten.

Von der Mitgliederversammlung wurden weiterhin Anträge behandelt und beschlossen zu Grundsätzen der Jugendleitercardausbildung, den Wahlprüfsteinen für die Landtagswahl 2010, sowie Anträge zur Jugendberufshilfe, dem Fachkräfteprogramm, der Trägerautonomie und zur Strukturdebatte

Am Schluss der Tagung wurde die Jugendkampagne „wählerIsCH“ zur Landtagswahl 2011 vorgestellt, die u.a. vom Kinder- und Jugendpfarramt und der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt mit erarbeitet wurde. Die Politiker und Politikerinnen unterschrieben ein Papier zur Unterstützung der Wahlkampagne.

Auf den Internetseiten des KJR-LSA demnächst mehr Informationen: www.kjr-lsa.de

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