Das Gemeinsame Soziale Wort

Das Gemeinsame Soziale Wort zur Kinderarmut in Thüringen ist am 01. Oktober 2008 unterzeichnet und an Politik, Staat und Kirchen übergeben worden.

Das Gemeinsame Soziale Wort ist bundesweit einmalig; es analysiert die Situation und unterbreitet Wege, die gemeinsam vom Landesjugendring, Erwachsenenverbände seiner Mitgliedsverbände und den Mitgliedern der LIGA der freien Wohlfahrtspflege getragen werden.

Damit setzen alle mitwirkenden Verbände ein deutliches Zeichen gegen Kinderarmut und fordern zum gesellschaftlichen, politischen und staatlichen Handeln auf.

1. Thüringer Armutskonferenz

Am 1. Oktober 2008 fand im Erfurt Landtag die 1. Thüringer Armutskonferenz statt.

Dabei wurde das in einem seit März 2008 dauernden Konsultationsprozess erarbeitete „Gemeinsame Soziale Wort zur Kinderarmut in Thüringen“ an die Politik überreicht. An der Erarbeitung waren alle wesentlichen sozialen Organisationen in Thüringen beteiligt.

Nach einer Einstimmung und der Begrüßung durch die Landtagspräsidentin, Frau Prof. Dr. Schimanski,  führten die Moderatoren Altbischof Hoffmann und Monsignore Ducke in den Erarbeitungsprozess ein.

Anschließend stellten Vertreter der beteiligten Organisationen das "Gemeinsames Soziales Wort zur Bildung" in einzelnen Aspekten vor:

  • Armut und Teilhabe: Reinhard Müller, Landesgeschäftsführer DER PARITÄTISCHE THÜRINGEN;
  • Armut und Arbeit: Gerhard Günther, Präsident DRK;
  • Armut und Einkommen: Steffen Lemme, Landesvorsitzender DGB;
  • Armut und Familie: Bruno Heller, Caritasdirektor;
  • Armut und Resilienz: Prof. Roland Lutz, Vorsitzender Kinderschutzbund;
  • Armut und Bildung (Kindertageseinrichtungen): Werner Griese, Landesvorsitzender AWO;
  • Armut und Bildung (Schule): Robert Fischer, Vorsitzender LJRT;
  • Armut und Gesundheit (Bewegungsarmut): Peter Gösel, Präsident LSB;
  • Armut und Gesundheit (Ernährung, Verpflegung): Rüdiger Buß, Landesvorstand Johanniter-Unfallhilfe Sachsen-Anhalt – Thüringen;
  • Armut und Infrastruktur (Wohnen, ländlicher Raum): Lars Oschmann, Verbandsvorsitzender Feuerwehrverband;
  • Armut und Werte: Pastor Friedemann Heinrich, Leiter des Landesverbandes Thüringen im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland;
  • Armut und Gerechtigkeit: OKR Eberhard Grüneberg, Vorstandsvorsitzender Diakonie Mitteldeutschland.

Jeweils im Anschluss unterzeichneten die Vertreter das „Gemeinsame Soziale Wort“.

Danach erfolgt die Überreichung des "Gemeinsamen Sozialen Wortes zur Bildung" an die nachfolgend genannten Personen, die es mit einer kurzen Entgegnung annehmen:

  • Landtagspräsidentin, Frau Prof. Dr. Dagmar Schipanski,
  • Sozialministerin, Frau Christine Lieberknecht (in Vertretung des Ministerpräsidenten),
  • Stellv. Landesvorsitzende CDU, Frau Landrätin Christine Zitzmann,
  • Landes- und Fraktionsvorsitzender SPD, Herr Christoph Matschie,
  • Landesvorsitzender Die. Linke Thüringen, Herr Knuth Korschewsky,
  • Landesvorsitzender FDP, Herr Uwe Barth,
  • Landessprecherin Bündnis 90/Die Grüne, Frau Astrid Rothe-Beinlich,
  • Fraktion CDU, Sozialpolitischer Sprecher, Herr Michael Panse,
  • Fraktionsvorsitzender Die. Linke, Herr Dieter Hausold,
  • Evangelische Kirche, Landesbischof Kähler,
  • Katholische Kirche,  Herr Weihbischof Hauke

Nach dem Schlusswort und dem Dank an die Beteiligten durch die Moderatoren wurde zum Pressegespräch eingeladen.

Mehr Informationen und Bildergalerie auf den Webseiten des Landesjugendring Thüringen: www.ljrt-online.de/jugendpolitik/sozialeswort 

Reaktionen:

 Presseinformation Die Linke. Fraktion im Thüringer Landtag
 Matschie begrüßt "Gemeinsames soziales Wort" und fordert wirksame Schritte gegen Kinderarmut

 Pressemitteilung des Caritas-Verbandes im Bistum Erfurt

 TLZ - Deutliches Zeichen gegen Kinderarmut

 Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland

 gruene-thueringen.de - Konferenz zur Kinderarmut übergibt Gemeinsames Goziales Wort