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Die Jugendkammer des Bundes Evangelischer Jugend in Mitteldeutschland tagte am 5.4.2014 in Halle im Familienzentrum des CVJM.



Vera Lohel
Gernot Quasebart und Micha Hofmann
Propst Siegfried Kasparick
Stephan Groschwitz

Auf der Tagesordnung standen neben den Berichten des Vorstandes, des Landesgeschäftsführers und aus der EKM Fragen der Finanzen und der Förderung der Jugendarbeit des bejm. Ausführlich wurde über den Stand der Erarbeitung eines Jugendgesetzes der EKM informiert. Und natürlich wurde über den Stand der Vorbereitung des Evangelischen Jugendcamps 2014 berichtet.

Vera Lohel wurde zu Ihrer Wahl in den Vorstand des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt gratuliert und Gernot Quasebart für 14 Jahre Arbeit im KJR gedankt. Gernot war 12 Jahre im KJR als Vorsitzender bzw. Stellvertretender Vorsitzender tätig und hat ihn intensiv mit geprägt.

Die Jugendkammer hatte sich ein Schwerpunktthema zum Lutherjahr gegeben: „Reformation und Politik - Wie politisch ist evangelische Jugend?"

Propst Siegfried Kasparick legte aus theologischer Sicht das Verhältnis dar: Wenn Kirche bei ihrer Sache ist, ist sie politisch. Er entfaltete diese These aus den Erfahrungen der Reformationszeit, aber ebenso aus denen der Friedlichen Revolution 1989/90.

Stephan Groschwitz, Referent für Kinder- und Jugendpolitik der aej und Vorsitzender DBJR führte aus jugendpolitischer Sicht in das Thema ein. "Wir haben Verantwortung gegenüber den Kindern und Jugendlichen die uns anvertraut sind,: "Frei-Räume" zu schaffen, die nur dem Zweck dienen, dass Kinder und Jugendliche diese selbst gestalten und sie sich damit entwickeln können."

In der Diskussion wurden die Vorbehalte gegen politisches mitmischen genannt. Die Angst davor, sich ‚schmutzig‘ zu machen, die fehlenden Erfahrungen und eine immer wieder anzutreffende "Kosten/Nutzen-Einschätzung". Stephan Groschwirtz entgegnete mit dem Bibelzitat (Matt 5, 14-15):
"Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind."

Der bejm wird eine Arbeitsgruppe einsetzen, die die Vertretung der Jugendarbeit auf der lokalen Ebene in Jugendhilfeausschüssen und Jugendringen unterstützen soll.