10 Thesen zu der Frage:

Warum erreichen wir junge Menschen in bestimmten Altersgruppen nicht mehr?

-       Erste Perspektive: aus Sicht der der Jugendlichen:

·         These 1:

Ein Teil der Jugendlichen kommt, weil sie eine konkrete Aufgabe haben und sich einbringen möchten (ehrenamtliches Engagement). Das Team ist ihre Gruppe, sie brauchen keine weitere.

·         These 2:

Ein anderer Teil der Jugendlichen kommt mit den anderen mit (Gruppenzugehörigkeit). Sie wollen mit den anderen zusammen sein, konkrete Aufgaben oder Themen sind ihnen unwichtig.

·         These 3:

Die klassische „Junge Gemeinde“ ist oft nicht mehr interessant. Die feste Gruppe mit längerfristig festgelegten Themen wird von vielen Jugendlichen nicht mehr angenommen.

-       Zweite Perspektive: äußere Rahmenbedingungen

·         These 4:

Nach wie vor ist der Konfirmandenunterricht ein „eigener Block“ - zwischen der Gruppenarbeit in den Gemeinden mit Kindern und mit Jugendlichen. Er funktioniert nach anderen Kriterien der Teilnahme und Gruppendynamik. Die Übergänge sind schwierig, viele Jugendliche bleiben nach der Konfirmation weg.

·         These 5:

Der Religionsunterricht deckt vielen Themen und Fragen ab, die früher in der Jugendarbeit diskutiert wurden und Jugendliche anlockten. Das Interesse an inhaltlich-thematischer Arbeit hat abgenommen.

·         These 6:

Mitarbeitende und Jugendliche sind stärker belastet durch größere Einzugsbereiche und längere Wege. Daraus entstehen Zeit- und Organisationsprobleme.

-       Dritte Perspektive: Bedingungen der Mitarbeiter/innen 

·         These 7:

Mitarbeitende können sich nicht mehr wie gelernt vorbereiten, sondern müssen fähig sein, flexibel auf die aktuellen Themen der Gruppenbesucher einzugehen.

·         These 8:

Das Spektrum der Arbeitsformen ist viel breiter geworden, Mitarbeiter/innen sind vielerorts auf der Suche nach und am Ausprobieren von neuen Formen, die vor Ort richtig sind.

·         These 9:

Jugendmitarbeiter/innen sind viel stärker in den Konfi-Unterricht eingebunden und haben deshalb weniger Zeit für Jugendarbeit

·         These 10:

Viele Jugendmitarbeiter/innen haben keine eigenen Erfahrungen in der Evangelischen Jugend­(verbands)arbeit und sind nicht gemeindepädagogisch ausgebildet. Sie setzen gewohnte Traditionen nicht fort und erfüllen damit nicht die Erwartungen der Anstellungsträger.

Diskussion

Bitte nehmt die Thesen mit in eure Konvente, Mitarbeiterteams, Kreisjugendkonvente und ähnliche, diskutiert sie, beantwortet die beiden Fragen und schickt sie bitte bis 30. April 2015 an den bejm zurück

-     per E-Mail als Datei, Scan oder Foto an: fachreferat@bejm-online.de.

-     oder per Post an: Matthias Sengewald, Drei Gleichen-Str. 35a, 9192 Neudietendorf.

Bitte beantwortet folgende Fragen:

1-    In welcher Runde habt ihr die Thesen diskutiert?
(bitte für jede Diskussionsrunde ein Protokoll-Blatt ausfüllen.)

2-    Wie ist eure Wirklichkeit?
Beschreibt eure Situation vor Ort in Bezug auf die für euch jeweils wichtigen These(n).

3-    Wie antwortet ihr auf diese Wirklichkeit?
Wie reagiert ihr auf die Herausforderungen?

4-    Welche Entwicklung(en) beschäftigt euch –die hier noch nicht beschrieben ist (sind)?

download

Die Thesen mit den Fragen für eure Diskussion zum download: Initiates file downloaddoc 60 kB