Es besteht die Möglichkeit, diese Ausstellung auszuleihen und in anderen Kirchen oder Räumen zu zeigen.

Die Ausstellung besteht aus 14 Bilderrahmen im Format 70 x 100 cm, ein Ständersystem kann mit ausgeliehen werden. Das System bietet die Möglichkeit, die fortlaufend gestalteten Tafeln flexibel an die räumlichen Möglichkeiten anzupassen.

Eine druckfähige Datei für ein Plakat können wir für Ihre Ausstellung erarbeiten.

Die Gesellschaft für Zeitgeschichte stellt die Ausstellung kostenlos zur Verfügung. Über eine Spende für die Unkosten und unsere Arbeit würden wir uns freuen.

Wenn Sie Interesse haben, wenden Sie sich bitte direkt an uns.


„Die friedliche Revolution in Erfurt“

Die Ausstellung kann bei uns ausgeliehen werden.

Die Ausstellung war u.a. zu sehen:
- erstmals vom 9. August bis 2. Oktober in der Erfurter Predigerkirche 
- Vom 6. bis 31. Oktober im Thüringer Archiv für Zeitgeschichte (ThürAZ) in Jena, Camsdorfer Ufer 17, und
- vom 2.  bis 30. November in der Michaeliskirche Erfurt.

Eine Ausstellung der Gesellschaft für Zeitgeschichte

Diese Ausstellung der Gesellschaft für Zeitgeschichte e.V. zeigt anhand von Original­dokumenten wichtige Ereignisse der Jahre 1989 und 1990. Ein auf Vlies gedruckter Aufnäher mit dem „Schwerter zu Pflugscharen“ - Symbol der unabhängi­gen Frie­densbewegung in der DDR, der Aufruf zu den „ökumenischen Versammlun­gen für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“, ein Flugblatt mit den offen­sichtlich gefälschten Ergebnissen der Kommunalwahlen 1989 und dem in den Kirchen verlesenen Protest des Evangelischen Kirchenkreises und viele andere Originale zeigen das Wirken der Opposition in der DDR. Deshalb wird auf drei Tafeln auch auf die Vorgeschichte eingegangen, mit Dokumenten der Offenen Arbeit, der Umwelt-, Friedens-, Frauen- und Eine-Welt-Gruppen .

Seit 2008 hat Christina Hloucal, die die Ausstellung konzipierte, umfangreich recherchiert und zahlreiche Flugblätter, Fotos und andere Zeugnisse der Ereignisse zusammengetragen. „Es war für mich sehr bewegend, mit vielen Menschen, die unmittelbar engagiert waren, ins Gespräch zu kommen“, sagt sie über diese Erfahrung. „Viele haben bereitwillig Originale zur Verfügung gestellt, die leider gar nicht alle gezeigt werden können“. Die Ausstellung verzichtet bewusst auf eine teure mediale Aufbereitung, soweit möglich, werden die Originale gezeigt, die mit wenigen erläuternden Texten für sich sprechen.

Die evangelische Predigerkirche war im Herbst 1989 Ort der Friedensgebete, neben der katholischen Lorenzkirche, in der das Erfurter Friedensgebet seit Dezember 1978 regelmäßig jeden Donnerstag stattfindet. Zeitweilig fanden darüber hinaus in der Kaufmannskirche und der Wigbertkirche Friedensgebete statt, von denen aus sich dann die Demonstrationszüge auf den Domplatz bewegten. Darüber hinaus hatte bereits im September 1989 in der überfüllten Predigerkirche das Neue Forum zu ersten Diskussionsveranstaltungen eingeladen.

In einem ausgelegtem Buch werden die Besucher gebeten, ihre eigene Geschichte aus dieser Zeit aufzuschreiben. Inzwischen sind viele Eintragungen vorgenommen worden, sie werden .