Vom 1. September bis 4. Oktober, vier Wochen vor dem Erntedankfest, begehen wir die Schöpfungszeit. Das ist eine, vor etwa zehn Jahren neu eingeführte Kirchenjahreszeit. Sie ist dem Gedenken zur Bewahrung der Schöpfung vorbehalten. Sie wurde von der europäischen Ökumenischen Versammlung ausgerufen. Hinzu kommt, dass der 4. Oktober der Gedenktag des Franz von Assisi ist, der als Urgrüner ja als Umweltheiliger gilt.

Zu unserer christlichen Überzeugung gehört die tiefe Erfahrung, dass wir von Voraussetzungen leben, die wir selber nicht schaffen können.
Wir sind geschaffen und geschöpft. Auf diese Grundeigenschaft jedes Menschen will die Schöpfungszeit ein Augenmerk legen. Vielleicht können daraus ja praktische Schritte erwachsen in Sachen Umweltschutz bzw. Bewahrung der Schöpfung. Im zweiten Schöpfungsbericht der Bibel, im 1. Buch Mose lesen wir, dass der Mensch aus fruchtbarer Erde und Odem gemacht wurde, zum Bauen und Bewahren bestimmt. Der fürsorgende Gott gab den Menschen einen Schutzraum, genauer gesagt einen Garten mit Bäumen und Lebensregeln. Wir sind beauftragt Gottes Schöpfung zu bewahren. Auf unserer einen Erde kommt es leider immer wieder zu tragischen, furchtbaren und verheerenden Naturkatastrophen. Doch nicht minder bedrohen auch wir Menschen die Natur durch industrielle Technologien, Monokulturen, materiellen Wachstum, Wohlstand und Konsum. Eine bekannte Schauspielerin hat mal gesagt: "Wir gehen mit der Erde um, als hätten wir noch eine zweite im Kofferraum." Die Natur ist ein Brief Gottes an die Menschheit.
Lasst uns immer wieder neu lernen, mit unserem blauen Planeten ehrfurchtsvoll und bewahrend umzugehen.

R.E.