Wir beteiligen uns auch in diesem Jahr wieder an der bundesweit stattfindenden

Ökumenischen Friedensdekade.
Die Dekade steht in diesmal unter dem Motto: „Streit!“
Streit gehört zur demokratischen Kultur. Wer den Frieden sucht, muss streiten können.

Das Motto will uns hinein nehmen in aktuelle gesellschaftliche Auseinandersetzungen.

Wir leben in angespannten Zeiten. Das politische Weltgeschehen ist äußerst schnelllebig, komplex, kompliziert und fragil.Wir leben aber auch in Zeiten der vermeintlich einfachen Antworten und fraglicher Verschwörungstheorien. Digital erreichen uns Botschaften des Hasses und der Intoleranz immer schneller und direkter. Wo sind die Grenzen der Meinungsfreiheit und Toleranz? Wie gelingt ein demokratischer Umgang mit anderen Meinungen, hinsichtlich anwachsender populistischer Tendenzen in unserem Land? Wie kann bei zunehmender Aggressivität, harter Bruchlinien und Polarisierungen eine wirkliche Streitkultur gelebt werden? Streit über gesellschaftliche Fragen sollte nicht nur Sache der Politik und der Medien sein. Doch nur mit Wutgeschrei von Bürgern, die für sich in Anspruch nehmen, sie allein seien das Volk, ist auf Dauer keine Politik zu machen. In diese Wunde will die Friedensdekade den Finger legen und einen Beitrag zur Stärkung der demokratischen Streitkultur leisten. Aber auch andere friedensethische Themen werden Gegenstand des Diskurses und Inhalt verschiedenster Veranstaltungen sein. So das Hinterfragen von geplanten Erhöhungen des bundesdeutschen Militärhaushaltes, die Ausweitung von Auslandseinsätzen der Bundeswehr, Waffenexporte deutscher Firmen sowie das Reflektieren von Möglichkeiten ziviler Konfliktbearbeitung in Krisengebieten.

In den 10 Tagen finden zu diesem Thema in unserem Kirchenkreis viele Veranstaltungen statt. Auf dem Plan steht auch ein JUGENDGOTTESDIENST

Am Freitag den 17. November, 17.00 Uhr, in Lobeda im Gemeindezentrum, Martin-Niemöller-Haus(Martin-Niemöller-Str. 4) Zu Gast ist u.a. Thomas Rößler. Er war als zivile Friedensfachkraft in Äthiopen tätig. Unser Gast wird uns erzählen, was es mit diesem Job, mit der merkwürdigen Bezeichnung auf sich hat und über seine Erlebnisse und Erfahrungen auf dem afrikanischen Kontinent mit uns ins Gespräch kommen. Fühle dich eingeladen und sei dabei.







****************************************************************