Auch in diesem Jahr beteiligen wir uns in Jena und Umgebung wieder an der ökumenischen FRIEDENSDEKADE.

Die bundesweite Vorbereitungsgruppe hat sie unter das Motto:
„Krieg 3,0“
gestellt. Sie lenkt damit den Blick auf aktuelle militärische Entwicklungen. Es wird kritisch auf die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung kriegerischer Waffen geschaut. Denn ob es nun Drohnen oder Roboter sind, die Forschung und Entwicklung unbemannter, eigenständig agierender, mit künstlicher Intelligenz ausgestatteter Kriegsgeräte schreitet voran.

Die Spirale des militärisch-technologischen Fortschritts dreht sich immer schneller. Wir erleben derzeit auf diesem Forschungsfeld, weltweit einen sich rasant entwickelnden Hightech-Wettbewerb.
Auch deutsche Unternehmen sind darin involviert. Obwohl sich die Zahl der Kriege in den letzten Jahren nicht erhöht hat, ist festzustellen, dass die Rüstungsausgaben stetig steigen.
Die Veranstaltungen der Friedensdekade wollen auf Gefahren und Risiken hinweisen und konkret den Finger in die Wunde legen. Dabei werden Möglichkeiten gewaltfreier Konfliktbearbeitungen aufgezeigt und auf Alternativen zur militärischen Sicherheitslogik geschaut. Es wird gefragt: Was dient dem Frieden 3,0? Wie können wir unserem christlichen Friedensauftrag in konkreten Lebenssituationen gerecht werden? Ja, es zeichnet sich eine erschreckende, gespenstige Entwicklung ab. Vollautomatischen Waffen, die selbständig entscheiden wen sie töten sind in der Planung.
So übernehmen Soldaten immer weniger Verantwortung für die Kriegsführung. Das Gewissen bleibt auf der Strecke, ethische Schwellen werden niedriger.
Ob Krieg im Weltall oder Cyberwar, die technische Entwicklung ist rasant. Kriegerische Auseinandersetzungen lassen so Grenzen verschwimmen, auch von Angriff und Verteidigung. Auotonome Waffen können selbständig Daten analysieren, sich frei in ihrem Einsatzgebiet bewegen und ihnen zur Verfügung stehende Waffen steuern.
Seit über zehn Jahren führen die USA ihren Krieg gegen Islamisten in zahlreichen Ländern Afrikas und des nahen Ostens überwiegend mit Drohnenangriffen. Sie tun dies mit Hilfe von Militärkommandos in Deutschland.

Auf den ersten Blick wirkt es wie ein Computerspiel: in Nevada und New Mexiko sitzen Soldaten vor großen Bildschirmen und steuern US-Kampfdrohnen am anderen Ende der Welt. Um die tonnenschweren Fluggeräte präzise zu navigieren, müssen riesige Datenmengen in Sekundenbruchteilen über eine Distanz von bis zu 10.000 Kilometern übertragen werden. Die Daten gelangen durch unterseeische Glasfaserkabel zunächst zu einer Fernmelderelaisstation und von dort per Satellit zur Drohne. Diese Relaisstation befindet sich bei uns in Deutschland ,in der Nähe des NATO-Luftwaffenstützpunktes Ramstein. Dort laufen alle Informationen zusammen.Die Modernisierung, ja Automatisierung der Waffensystem sollen unserer Sicherheit dienen – Mir macht sie Angst.

Auf der Seite Termin findet ihr die entsprechenden Veranstaltung in unserem Kirchenkreis.
R.E.
















 







R.E.