• 10.07.2020

Beratung - Mit-Wirkung!

Mit-Wirkung! Stärkung von Mitwirkungsmöglichkeiten junger Menschen

Grundsätzliche Überlegungen
Jugendverbandsarbeit als Mehrwert für junge Menschen
Jugendverbandsarbeit bewirkt bei jungen Menschen eine Stärkung von sozialen, personalen, methodischen Kompetenzen. Sie lernen Beteiligungsmöglichkeiten aktiv zu nutzen und sich politisch zu engagieren. „Jugendverbandsarbeit fördert also zivilgesellschaftliche und politische Partizipation und Teilhabe junger Menschen zu einem Zeitpunkt, an dem wichtige Prägungen für das weitere Leben stattfinden. (…) Wahlbeteiligung im Jugendalter fördert also auch Wahlbeteiligung im Erwachsenenalter. Demokratisch organisierte Jugendverbandsarbeit leistet damit einen Beitrag gegen Politikverdrossenheit und mangelnde Wahlbeteiligung.“
(Marcus Lauter „Jugendverbandsarbeit: Engagement für eine plurale und gerechte Gesellschaft“, eNewsletter Wegweiser Bürgergesellschaft 2016)
Weiterhin wirkt jugendverbandliches Engagement biografisch im Sinne beruflicher Kompetenzentwicklung, stärkt die Fähigkeit selbstorganisiert und strukturiert zu arbeiten, Teamfähigkeit und eine reflektierte Selbsteinschätzung. (vgl. Markus Lauter, s.o.)
Junge Menschen wirken in unseren Jugendverbänden in klassischen Beteiligungsprojekten mit, als Teamer*innen in der Konfirmandenarbeit, bei Freizeiten und bestimmen in Gruppen das Programm.
Eine Herausforderung für jugendverbandliche Akteur*innen besteht, junge Menschen für jugendverbandliche und kirchliche Mitwirkungs-Gremien zu begeistern. Erst mit der Partizipation junger Menschen nach dem jugendverbandlichen Prinzip (freiwillig, selbstorganisiert, selbstbestimmt und eigenverantwortlich), wird kirchliche Jugendarbeit zur evangelischen Jugendverbandsarbeit.

Jugendverbandsarbeit als Mehrwert für die Organisation „Jugendverband“
Die Jugendverbände leben vom Engagement ihrer Mitglieder*innen. Wenn junge Menschen mit der „Methode“ Jugendverbandsarbeit eine Stärkung ihrer Fähigkeiten und Kompetenzen wie oben beschrieben, erfahren, wird dies zweifellos eine positive Wirkung für die Organisation „Jugendverband“ haben. Und natürlich brauchen jugendverbandliche Erfahrungen die Organisation „Jugendverband“.
Somit besteht eine wechselseitige positive Wirkung zwischen einer Stärkung von jugendverbandlichen Erfahrungen und jugendverbandlichen Strukturen.

Das folgende Konzept richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Leiter*innen und jugendverbandliche Akteur*innen in den Evangelischen Jugendverbänden im bejm, die jugendverbandliche Strukturen nach dem Prinzip - von jungen Menschen selbstorganisiert, selbstbestimmt und eigenverantwortlich - in ihrem Jugendverband aufbauen wollen.

Situationsbeschreibung:
Fakt: Die Evangelische Jugend in der EKM, der VCP, Escolar Popular, der CVJM und der EC in Sachsen-Anhalt und Thüringen sind Jugendverbände. Sie sind im Dachverband „Bund Evangelischer Jugend in Mitteldeutschland“ (bejm) organisiert.  
Dennoch ist das Leben von jugendverbandlichen Strukturen kein Selbstläufer. Zum einen ist es eine Herausforderung, junge ehrenamtliche Menschen für die jugendverbandlichen Gremien zu motivieren.
Zum anderen ist die Notwendigkeit von jugendverbandlichen Strukturen in der kirchlichen Jugendarbeit nicht überall selbstverständlich.
Ziele:
Jugendverbandliche Akteur*innen erfahren Beratung und Begleitung in ihrer Intention, Jugendvertretungsstrukturen in ihrem Jugendverband neu aufzubauen oder zu stärken.
In den Jugendverbänden gestalten junge Menschen das Leben mit und wirken in den Gremien entscheidend mit.
Es entstehen nachhaltige Mitwirkungsmöglichkeiten und jugendverbandliche Strukturen für junge Menschen.
Ideenbeschreibung:
Um Jugendvertretungen und jugendverbandliche Strukturen aufzubauen, weiterzuentwickeln oder zu stärken bietet das Beratungsprojekt eine prozesshafte Beratung, Begleitung und Vernetzung mit bis zu 4 Beratungsterminen an. Die maximale Beratungsdauer beträgt 18 Monate.
Jugendverbände und Kirchenkreise können sich bei beteiligten Berater*innen für eine prozesshafte Beratung und Begleitung anmelden. Jede*r Berater*in kann bis zu 3 Beratungsprozesse im Beratungszeitraum begleiten.
Evaluierung:
Eine Evaluierung der ersten Beratungsphase findet Anfang 2021 statt
Beteiligte Berater*innen:
Christian Liebchen
-    Referent für Gemeindebezogene Jugendarbeit im Kinder- und Jugendpfarramt der EKM, Magdeburg
Michael Seidel
-    Referent für Kinder- und Jugendpolitik beim bejm, Neudietendorf
Das Beratungsprojekt ist für weitere Berater*innen offen.

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